Provisionen für Vermittlungsleistungen

Unterschiedliche Behandlung von Provisionen an Vermittler, abhängig von individuellem Vertragsverhältnis

Das BMF hat mit Schreiben vom 23. Januar 2024 erklärt, dass die umsatzsteuerliche Behandlung von Provisionen an Vermittler von Mobilfunkverträgen bei Ausgabe von Elektronikgeräten an den Endnutzer davon abhängt, ob diese Ausgabe mit der Provision vertraglich miteinander verbunden ist oder nicht.

  • Falls ein Vertrag geschlossen wird, bei welchem der Mobilfunkanbieter dem Vermittler eine Provision zahlt, unabhängig davon, ob dieser ein Elektronikgerät an den Endnutzer ausgibt oder nicht, wird diese Provision als Entgelt für die Vermittlungsleistung behandelt.
  • Abzugrenzen ist hiervon der Fall, bei welchem die Auszahlung der Provision von der Ausgabe des Elektronikartikels abhängig ist, da in einem solchen Fall die Provision als Entgelt für die Lieferung des Elektronikartikels behandelt wird und nicht als Provision für die Vermittlung.

Einordnung

Diese Unterscheidung ist äußerst relevant, um zuordnen zu können, ob das Entgelt für eine Vermittlung einer Lieferung oder einer sonstigen Leistung im umsatzsteuerlichen Sinne zuzuordnen ist.

Die Zuordnung hat Bedeutung bei der vertraglichen Gestaltung und wirkt sich insbesondere auf die Rechnungstellung, den Vorsteuerabzug und auf eine mögliche Steuerschuld nach § 14c UStG (unrichtiger Ausweis von Umsatzsteuer) aus.

Bei falscher Einordnung kann ein erheblicher Mehraufwand durch erforderliche Korrekturen entstehen, verbunden mit eventuellen Mehrkosten sowie denkbare Abwicklungsprobleme zwischen den Beteiligten.

Hier gelangen Sie zu dem Schreiben:

BMF-Schreiben: Unterschiedliche Einordnung der Provision für Vermittlungen von Mobilfunkverträgen bei Abgabe von Elektronikgeräten an Endnutzer

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